Bauhaus Dessau setzt klares Zeichen

Menschenkette um das Bauhausgebäude wurde geschlossen – Dessau-Roßlauer Menschen schützen ihr Kulturerbe

Wieviele Menschen würde es brauchen um eine Kette um das Bauhausgebäude zu bilden und würden genug kommen damit es glückt? Es kamen genug und sie schlossen die Menschenkette. 

Gemeinsam mit der Stiftung Bauhaus Dessau lud das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE am Vormittag des 16. März ein. Rechtsextreme haben angekündigt, in Dessau aufzumarschieren – nahmen letztlich aber eine andere Route durch den Stadtteil Dessau-Süd.

Auch die Papierbögen, die eigentlich für die wegen Sturmes entfallene Regenbogen-Choreograpie am 9. März benutzt werden sollten, kamen zum Einsatz. Durch sie wurde die Menschenkette bunt.

Das Bauhaus zeigte sich indes bunt und weltoffen.

Daniel Kutsche von der Projektschmiede Dessau e.V. und langjähriges Mitglied im Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE moderierte die Veranstaltung und freute sich sehr über die etwa 280 bis 300 Menschen, die trotz des nasskalten Wetters zum Bauhaus gekommen waren.

Dr. Claudia Perren, Direktorin der Stiftung Bauhaus, zeigte sich beeindruckt von der Anzahl der Teilnehmenden und dankte in ihrer Begrüßung allen die gekommen waren um sich schützend vor ihr Kulturerbe zu stellen. Toleranz und Weltoffenheit seien seit seiner Entstehung vor 100 Jahren feste Werte des Bauhauses.

Frank Hoffmann lobte in seinem Grußwort das Engagement vieler junger Menschen in diesen Tagen.

Auf der Rückseite der Bögen war die Charta der Toleranz für Dessau-Roßlau zu lesen. Wer wollte, konnte sie gleich an Ort und Stelle unterschreiben.

Die Stiftung Bauhaus Dessau und das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE zogen nach der Veranstaltung ein positives Fazit und danken allen Unterstützenden.

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